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Tagebuchnotizen
Reise durch Europa
April – Juni 2015

Dies war unser Fahrzeug und Hotel für die drei Monate.


So., 5. April
Ostern, sonnig und kalt.
Geleitet vom Navi, fahren wir nach Es Vernois zu Barbara Giuliani in die Vogesen.  Barbara hat hier zwei Häuser mit einem wunderbaren Garten. Nica und Stephan sind mit Lu mit dabei. Wir schlafen wegen der Kälte im Haus und nicht im Bus.

 Mo., 6. April
Ostermontag, sonnig, kühl
Toller Osterbrunch, dann langer Spaziergang rund um die Hügel. Am Nachmittag haben Nica und Stephan mit Lu eine Fahrgelegenheit nach Basel. Barbara fährt mit uns in die Umgebung: Luxeuil, ein Städtlein mit allem, was man braucht an der Hauptstrasse im Tal. Faucogney für den kleinen Einkauf.  Wir werden im August einige Tage Barbaras Haus hüten, wenn sie auf Reisen ist. So kennen wir uns jetzt schon aus.

 Di., 7. April
Schön
Abfahrt von Es Vernois. Ziel Villefranche sur Saône. Zuerst auf Schleichwegen nach Lure.  Dann Richtung Lyon.  Wir durchfahren Villefranche bis Arse und finden einen tollen Platz. (Les portes de Beaujolais) Spaziergang nach Arse (Patisserie!). Wir schlafen zum ersten Mal im Bus.

 

Mi., 8. April
Schön
Nach Avignon
Der Mittwoch ist noch einmal ein Autobahntag. Wir gelangen gegen 13 Uhr nach Avignon. Wir finden einen Zeltplatz in idealer Lage: (Camping Bagetelle) mit Blick über die Rhone zum Pont St. Bénézet (Pont d'Avignon) und zum Papstpalast. Man erreicht die Stadtmauer (Länge 4.5 km) über eine nahe Strassenbrücke zu Fuss. Wir bummeln zum Palast und geniessen das bunte Treiben der vielen Touristen. 

Do., 9. April
Schön
Fahrt nach St. Michel-de-Frigolet. Dann zu St. Paul de Mausole. Hier hielt sich Van Gogh als Patient in der Psychiatrie auf.
Daneben das römische Glanum. Wilde und kurvenreiche Fahrt durch les Alpilles.

Fr., 10. April
Schön
Fahrt Richtung Apt. Schöner Markt in Bonnieux. Dann zum Fort de Buoux. Ca. 20 Min. Steigen. Absturzgefahr! Es sind viele Ruinen eines Festungs – Dorfes. Toller Blick in die Landschaft mit Felsenbändern.
Dann Fahrt in die Camargue. Da wir die Autobahn vermeiden, durchfahren wir Dutzende von Kreiseln. Besonders die Durchfahrt von Nîmes ist extrem mühsam. Der Campingplatz "L'Espiguette" bei Port Camargue ist riesig.

Sa., 11. April
Schön
Wir fahren nach Stes Maries de la Mer. Besuch der Kirche mit Maria Salome, Maria Jacobi und der heiligen Sara, Dienerin der Marias. Es hat wenig Touristen aber viele Restaurants. Wir bekommen Kaffee mit Crêpes in einem Beizli.

Danach fahren wir ins Vogelreservat. Wir beobachten viele Flamingos, Reiher in mehreren kleinen Seen. Viel Volk spaziert und picknickt. Danach suchen wir Schatten und landen in Aigues Mortes (grosse Festung als Stadtmauer, Hafen der Kreuzfahrer).  Von hier starteten die Kreuzfahrer. Verehrt wird St. Louis, König von Frankreich im 13. Jh.

So., 12. April
Schön
Wir fahren via Autobahnen zum Kloster Le Thoronet  aus dem 12. Jh. Es ist eine sehr eindrückliche Zisterzienser Abtei mit Kreuzgang und Nebengebäuden. Das Innere beeindruckt auch durch die Lichtverhältnisse.
Danach eine Nacht auf dem sehr abgetakelten Camping Bruyère in Le Luc.   

Mo., 13. April
Schön
Wir fahren nach Le Lavandou und finden nach vielen Fehlschlägen den kleinen Jolie Camping. Heute ist Ruhetag.

 Di., 14. April
Schön
Fahrt an den Gardasee. Sehr schöner Zeltplatz "Dei Tiglii"  im SW des Sees bei Desenzano, direkt am See.  Mi., 15. April
Schön
Einkaufen und dann Fahrt  um den See zur Halbinsel Sirmione (sehr mondän). Hier ist das Castello Scaligello (Scaliger). Im Ganzen ist der Ort unsympatisch, überbevölkert und mit wenig Charme.

Do., 16. April
Schön, am Abend etwas Wolken.
Fahrt nach Verona.  Zuerst auf die Piazza delle Erbe (Schöne alte Häuser, Marktsäule, Brunnen und Säule mit Markuslöwen). Dann kurz zur Piazza delle Signori. Wir besichtigen den Dom mit seinen Kapellen.  Freigelegt ist sogar ein römisches Mosaik.
Dann zur Etsch (Adige) mit Blick auf das kleine Verona. Wir suchen einen Weg auf den Hügel mit Ausblick, finden ihn aber nicht. 

Fr., 17. April
Heute leichter Regen, sonniger Abend
Wir bleiben auf dem Platz, gehen einkaufen, lesen, schreiben.

Sa., 18. April
Schöner Morgen, windig und nass am späten Nachmittag
Wir fahren nach Padua per Navi direkt ins Zentrum. Der Parkplatz auf der Piazza Insurrezione funktioniert mit Bildern des Kontrollschildes (!). Wir wollen in die Cappella degli Scrovegni (Giotto). Aber alles ist ausgebucht und erst am Sonntagabend wieder für 15 (!) Minuten zu besichtigen. Wir kaufen das Buch und erhalten einen ausgezeichneten Einblick ins Werk.
Dann durch die Gassen zur Basilika des heiligen Antonius. Eine richtige Pilgerstätte, viele Kapellen, Kreuzgänge, Skulpturen. Das Gebäude mit 7 Kuppeln. 30 Arbeiten von Donatello. Auch diese Kirche studieren wir mit dem zugehörigen Buch. Wir bekommen eine Adresse für den Sport Camping, Via Romana Aponense.

So., 19. April
Schön, kalte Nacht nach dem Regen
Wir fahren nochmals nach Padua. Die Zufahrt zur City ist gesperrt wegen eines Volkslaufs. Wir suchen fast eine Stunde einen Parkplatz, haben Erfolg mit nur 1/4 Stunde Fussmarsch. Wir besuchen die verschiedenen Plätze: Segnori, Erbe, de la Fruta. Besuch im Ragione Palast. Beeindruckender Saal mit 300 Fresken (Jahreszyklus, Sternbilder). Es hat auch ein Foucault Pendel (20m, 13 kg).
Danach nochmals zur Basilika des Hl. Antonius. Speziell das Gebäude und die Skulpturen von Donatello. Es sind noch immer Läufer unterwegs und damit hat es keinen Autoverkehr.  

Mo., 20. April
Schön
Fahrt nach Aquileia. Camping Aquileia wunderschöner Platz, man ist hier Gast. Besichtigungen der historischen Sehenswürdigkeiten sind zu Fuss möglich.
Wir wandern durch eine Allee von Zypressen Richtung Basilika (Weltkulturerbe). Von weitem grüsst der frei stehende Campanile. Das Gebäude ist umwerfend, von aussen, innen und in der Darstellung der Baugeschichte. Beeindruckend ist der schlichte Bau aus dem 12. Jh. und die im Untergrund liegenden Mosaiken (4. Jh.), welche man über Glasstege besichtigen kann. Wir kaufen ein Buch dazu (Mosaiken mit Tieren). Details dort und im „Dumont“ (sehr reichlich).

 Di., 21. April
Schön
Fahrt über den Damm nach Grado. Wir besuchen den Dom San Eufemia und die Kirche Santa Maria delle Grazie. Beide aus dem 5. Jh., aber mit vielen Ersatzstücken (Säulen). Grado besteht aus einem Fischerhafen, einem hübschen Fischerdorf mit Gässlein und kleinen Plätzen. Wir lassen uns überreden und essen eine Goldbrasse mit Kartoffeln und Mais (sehr gut).

 Mi., 22. April
Schön
Am Morgen zum Museum Paläochristiano. Es hat entgegen dem Reiseführer nur am Donnerstag geöffnet. Am Nachmittag ins archäologische Museum samt Garten. Viele Ausstellungsteile nach Material geordnet: Stein, Ton, Metall, Glas, Gemmen, Münzen, im Hof viele Fragmente, Mosaiken unterschiedlicher Qualität. Dann auf den Turm (117 hohe Stufen). Dann nochmals in die Kirche zu den Mosaiken.


Do., 23. April
Schön
Wir fahren auf der Küstenstrasse nach Miramare. Man geht durch 21 Räume, teils herrschaftlich, teils bieder. Erzherzog Maximilian von Habsburg wohnte kurz dort, wurde Kaiser von Mexiko und starb früh. Der grosse Park ist an einem Hang als mediterraner Wald mit vielen Wegen angelegt.
Dann mit Navi zum Zeltplatz Obelisco oberhalb Triest. Wir glauben erst nicht, dass es hier einen Campingplatz hat, finden dann aber eine steile Strasse hinauf. Wir bekommen einen Platz weit oben auf der Krete mit tollem Blick in die Stadt. Fahrt mit dem "Tram" hinunter. Das Tram ist eine Welt-Sensation. Da es sehr steil ist, koppelt es sich im abschüssigen Teil an eine Standseilbahn, sehr originell.

Kurze Beschreibung des Trams: Von unserem Zeltplatz, der hoch über der Stadt Trieste liegt, fährt ein Tram (1 Wagen) hinauf und hinunter. Da, wo es sehr steil wird, klinkt es in eine Art Standseilbahn ein. Das gleiche macht ein anderes Tram am anderen Ende. Und nun ziehen sich die beiden Tramwagen im Gleichgewicht über diese Strecke, kreuzen in der Mitte. Am Ende klinken sie wieder aus und fahren selbständig weiter. Das Ganze muss natürlich gut koordiniert sein. Die ganze Strecke dauert ca. 1/2 Stunde. Wirklich witzig!

Fr., 24. April
Morgens Nieselregen, sonst meist trocken und teilweise sonnig
Wir fahren mit dem sensationellen Tram in die Stadt.
Der Weg zum Dom führt steil hinauf mit schmalen Gässlein und vielen Autos. Der Dom ist aus 2 Kirchen gebildet, entsprechend uneinheitlich. Die Goldmosaiken der seitlichen Apsiden sind eindrücklich.

Sehr sehenswert ist die Architektur der grossen Gebäude um die Plätze (Piazza della Unità Italia). Wir verweilen lange auf dem Platz mit seinen Kaffeehäusern. Die Stadt hat einen starken k.u.k. Anstrich, war sie doch bis 1918 unter österreichischer Herrschaft.

Sa., 25. April
Bewölkt, trocken, sonnige Abschnitte
Feiertag in Italien.Wir können direkt zur Grenze nach Slowenien fahren ohne uns nochmals durch die Stadt zu quälen. Vignette Kauf an der Autobahn bei der Grenze. Der Campingplatz bei Ljubljana gefällt uns nicht. Wir verzichten auf den Besuch der Stadt. Weiterfahrt nach Lesce. Einmalig schöner und komfortabler Platz. Es hat hier ALLES, was das Herz begehrt. Man ist mitten in der Natur in einer Flussschleife, umgeben von den Karawanken und den Julischen Alpen.

So., 26. April
Schön
Rundfahrt durch die Gegend:
Bled mit See ( die berühmte Crèmeschnitte gegessen), zur Burg hinauf gefahren. Nach Radovljica (Radmannsdorf). Schönes altes Zentrum. Schloss von Thurn mit div. Museen u.a. Bienenmuseum ( geschlossen). Fahrt nach Kropa (Krop, Siedendorf). Wir finden das Museum nicht, fahren weit in die Berge hinauf und zurück. Das Museum ist unscheinbar in einer Kurve. Es enthält einen Hochofen aus dem 14. Jh. (Nation. Denkmal). Die Gegend war für Erzabbau bekannt. Abenteuerliche Strasse zum Zeltplatz. 

Mo., 27. April
Bewölkt, erste Tropfen, wärmere Nacht
Wir starten Richtung Karawanken Tunnel. Die Fahrt geht quer durch die Alpen, sehr eindrücklich. Wir finden einen Zeltplatz am Wolfgangsee (Birkenstrand in Schwand), sehr schön.

Di., 28. April
Regen und tiefliegende Wolken, kühl.
Wir besuchen (da sonst nichts offen) das Museum für Auto- und Flugzeutechnik in Bad Ischl. Grosse Halle, windig und kalt. Vorher ein miserabler Kaffee im Nebenhaus. Ungepflegte Ausstellung fast ohne Erläuterungen. Einige seltene Stücke wie etwa: Tschaika (Gorki), 1974, grosse russische Geniefahrzeuge, unglaubliche Dinger. Im Hof Mig Jets, man hat den Eindruck die Objekte rosten vor sich hin. Das Museum ist mit dem Signet für nationale Denkmäler gekennzeichnet.
Kurze Fahrt zu Christiane und Walter Luckeneder in Scharnstein. Wir kennen sie von der Türkei Reise und besuchen sie wieder einmal.  

Mi., 29. April
Schön
Wir fahren mit Christiane und Walter nach Salzburg. Walter besucht eine Vorlesung. Christiane zeigt uns die Sehenswürdigkeiten um die Universität (St. Peter, Dom, Kollegienkirche, Franziskanerkirche, Mozarthaus). Essen im Triangel und Kuchen bei Tomaselli, traditionelles Haus.

Do., 30. April
Regen, gelegentlich Aufhellungen
Heimreise auf dem direkten Weg über die Autobahnen. 


 
   
   
   
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